Nur rund 120 Zuschauer fanden am Sonntagnachmittag den Weg in die Auer
Sporthalle Zeller Berg. Dieser dürftigen Kulisse bot sich eine Partie, in der sich die
Kontrahenten nur anfänglich auf Augenhöhe trafen.
Schon fast obligatorisch brauchten die Schützlinge von Trainer Sven Strübin die
erste Viertelstunde der Partie, um ins Spiel zu finden. Unkonzentriert und fahrlässig
agierten die Leipziger und fanden bis zum 5:4 Rückstand noch keine klare Linie.
Dann ging ein Ruck durch das Team um Kapitän Marcel Ulrich und es nahm die bis
dahin zerfahrene Begegnung mehr und mehr in die Hand. Beim 5:6 ging es wieder
in Front und baute den Vorsprung von diesem Zeitpunkt an konsequent aus. Über
den Zwischenstand von 8:12 zeichnete sich die Vorentscheidung schon zur
Halbzeitpause (12:20) ab.
Im zweiten Abschnitt blieben die DHfKler ihrem temporeichen Spiel und der
aggressiven Defensive treu und markierten beim 14:24 erstmalig einen
zweistelligen Vorsprung.
Die Hausherren hatten dem in der zweiten Hälfte kaum etwas entgegen zu setzen
und konnten in den 30 Minuten nur magere acht Tore erzielen.
So oblag es DHfK-Coach Sven Strübin, sein Team mit taktischen Maßgaben und
Varianten für das wichtige Aufeinander-treffen am kommenden Sonntag gegen
Dresden vorzubereiten.
Sven Strübin:
„Wir haben uns heute zu Anfang sicherlich sehr schwer getan. Aber als wir dann
unsere Linie gefunden haben, lief es sowohl im Angriff als auch der Abwehr merklich besser. Doch um nächste Woche im Pokalhalbfinale gegen den HC
Elbflorenz mitzuhalten, müssen wir uns noch steigern.“
Mit seinem Neuzugang war der 22-jährige Coach grundsätzlich zufrieden:
„Juan hat mit seiner Leistung einen ordentlichen Einstand gegeben. Er hatte einige
gute Szenen, muss aber insgesamt noch besser in unser Spiel integriert werden.
Dann wird er uns noch in den kommenden Wochen noch viel Freude bereiten.“
Der junge Fernandez feierte einen gelungenen Einstand im Trikot der Messestädter
und punktete bei seinem ersten Auftritt mit einigen sehenswerten Aktionen auf dem
Parkett. Er kam nach einer Viertelstunde von der Bank und erzielte dank seiner
Athletik und seiner Schnelligkeit fünf Treffer im weiteren Spielverlauf.
Auch gegen die Erzgebirgler war DHfK-Top-Scorer Maik Wolf erneut am
treffsichersten (10 Tore, davon 4 Siebenmeter) und bestimmte gemeinsam mit dem
wieder starken Regisseur Ole Dietzmann (5) das DHfK-Spiel. Beachtlich war
zudem die Torausbeute des 17-jährigen Lukas Binder, der insgesamt sechs Mal
einnetzte.
Das kommende Wochenende steht im Zeichen des HVS-Molton-Pokals. Die
Halbfinalbegegnung gegen den HC Elbflorenz Dresden verspricht im Gegensatz zu
den vergangenen Spielen höchste Brisanz. Im Duell des ungeschlagenen Liga-
Spitzenreiters mit seinem ärgsten Verfolger geht es steht neben dem Einzug ins
Finale auch die Qualifikation für den DHB-Pokal 2011 auf dem Spiel.
Das Spiel wird am Sonntag, 21. Februar um 17 Uhr in der Grube-Halle angepfiffen.
Christoph Masche |